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Mesnerhaus


Eine erste urkundliche Erwähnung des Gebäudes geht auf ds Jahr 1464 zurück. Hierin ist Herr Sigl Märtl als Erstbesitzer geführt. 

Im Mittelalter war der Hof der Pfarrkirche Prien unterstellt. Es bestand die Verpflichtung zur Lieferung von Messwein. Daher stammt auch die Bezeichnung des späteren Wirtshauses „Mesnerwirt“. Diese Naturalabgabe wurde im 15. Jahrhundert dann in einen jährlichen Pachtzins (Gült) von 15 Pfennig umgewandelt. 

Bis zum 17. Jahrhundert fungierte das Anwesen als Weinlehen derer zu Hohenaschau. Aus dieser Zeit stammt der Hof in seiner heutigen Form. Er wurde ursprünglich in der damals üblichen Bauweise errichtet: Erdgeschoss aus Mauerwerk, Obergeschoss in Holzblockkonstruktion, der Wohntrakt abgewandt von der „Wetterseite“ nach Osten weisend, die Stallungen nach Westen ausgerichtet.

Im Laufe der Zeit erfolgten Umbaumaßnahmen, das Haus ist jedoch weitestgehend in der ursprünglichen Form erhalten geblieben. Das Gebäude zählt heute zu den ältesten im Gemeindegebiet Priens.

Im Jahr 1972 wurde es von Erika und „Simmerl“ Blank zu einem Wirtshaus umgestaltet und in der Folge von Sohn Andreas Blank weitergeführt. Seit Mai 2017 hat Familie Pothast als Pächter die Regentschaft des Gastbetriebes inne.